Die Digitalisierung in der Bodenseeregion kommt voran

Die HTWG Konstanz geht bei der Gestaltung der digitalen Zukunft in der Bodenseeregion voraus. Die Regierungschefs der Bodensee-Anrainerstaaten beschlossen auf dem Wirtschaftskonzil 2018 die Einrichtung einer Arbeitsgruppe der Internationalen Bodensee-Konferenz: „Digitalisierungsinitiative Bodensee“. Das Bodenseezentrum Innovation 4.0 leitet die Arbeitsgruppe.

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Regierungschefs der Bodensee-Anrainerstaaten beschließen IBK-Arbeitsgruppe: „Digitalisierungsinitiative Bodensee“
Foto: Guido Kasper

Ziel ist die Vernetzung und digitale Expertise in der Vierländerregion Bodensee sichtbar zu machen, um kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in ihrer digitalen Transformation zu unterstützen. Der Handlungsbedarf zur Bewältigung der Digitalisierung sei enorm, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann über den Hintergrund zur Einrichtung der Arbeitsgruppe. Insbesondere gelte dies für kleine und mittlere Unternehmen. Die Regionen rund um den Bodensee und entlang des Rheins verfügen bereits über hervorragende Ansätze und kompetente Einrichtungen, die aber wechselseitig noch zu wenig bekannt sind. Die Internationale Bodensee-Konferenz hat dabei eine Schlüsselrolle: Sie führt in der „Digitalisierungsinitiative Bodensee“, unter Leitung des Bodenseezentrum Innovation 4.0 (BZI 4.0), die verschiedenen Digitalisierungsaktivitäten der Länder und Kantone rund um den Bodensee zusammen und baut digitale Brücken.

Das BZI 4.0 wurde 2016 an der HTWG Konstanz mit einer Anlauffinanzierung des Staatsministeriums Baden-Württemberg gegründet und wird von Alexandra Boger geleitet. „Das Netzwerk unterstützt die digitale Transformation von KMU mit dem Ziel, dass die Vierländerregion auch im digitalen Wandel wettbewerbsfähig bleibt“, so Boger. Dafür fördere das BZI 4.0 „den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung, unterstützt beim Aufbau eines Regionalimage sowie Abbau des Fachkräftemangels und fördert als operatives Lead-Management der HTWG mit den Interreg-Projekten Bodenseemittelstand 4.0 und IBH-Lab KMUdigital insbesondere mittelständische Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation.“

Zu den Zielen der Digitalisierungsinitiative Bodensee gehören die Schaffung von Transparenz über die digitalen Stärken der gesamten Vierländerregion Bodensee, die Vernetzung der digitalen Akteure in den IBK-Ländern und -Kantonen zur Identifizierung und Nutzung von Synergiepotenzialen, der Transfer des Wissens und der Unterstützungsmöglichkeiten hin zur Praxis der KMU, das kontinuierliche Aufgreifen von digitalen Themen und darauf aufbauend die Bearbeitung spezifischer Themen sowie die Positionierung der Vierländerregion Bodensee.

Zur Umsetzung der genannten Ziele wird neben der Arbeitsgruppe, die sich aus ein bis zwei Vertretern je Bundesland bzw. Kanton zusammensetzt, zwei Mal jährlich ein „Bodenseedialog digital“ stattfinden. Sie tagt abwechselnd in allen Ländern und Kantonen der IBK-Region mit einem größeren Kreis von Digitalisierungsexperten des Bodenseeraums aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft sowie Vertretern aus der Wirtschaft. Transparenz über digitale Kompetenzen, Veranstaltungen und Themen bringt ein Kompetenzatlas. Dessen Grundlagen werden geschaffen im Projekt Bodenseemittelstand 4.0 durch die Entwicklung einer Interaktiven Bodenseekarte. Der jährlich stattfindende „Bodensee Summit digital“, erstmalig am 21. September 2018 an der HTWG Konstanz, wird zukünftig zur Leitveranstaltung für Digitalisierung in der Vierländerregion Bodensee. Die eintägige Innovationskonferenz gibt KMU konkrete Ideen und Werkzeuge an die Hand, die digitale Transformation in ihrem Unternehmen anzustoßen und zu meistern.

Autor: HTWG Konstanz / Dr. Adrian Ciupuliga

 

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